Formen zwischen Tradition und Minimalismus
Die Serie DUOTONE verbindet traditionelle keramische Formen mit moderner, minimalistischer Gestaltung.
Geprägt durch mein Studium der Tapisserie – insbesondere das Weben – sind diese Arbeiten als rhythmische Strukturen gedacht. Wiederholende, geometrische Muster, wie man sie vom Einrichten eines Webstuhls oder dem Weben von Stoffen kennt, werden hier in die Sprache der Keramik übersetzt.
Grafische Elemente deuten Muster an, wiederholen sich, verschwimmen, lösen sich auf – und finden erneut zueinander. Die dreidimensionale Form trägt eine Idee von Endlosigkeit in sich, in stetem Wandel.
Die Formensprache ist reduziert: meist eine konische Silhouette mit einer leicht versetzten Kante, tiefer als die Mitte. Jedes Stück ist von Hand aufgebaut. So erscheinen die Linien zunächst klar, bei näherem Hinsehen zeigen sich feine Unregelmäßigkeiten – Spuren der menschlichen Hand.
Zwei Tone – schwarz und weiß – bilden den Ausgangspunkt. Beide Tonmassen sind leicht schamottiert und bestimmen die Haptik und Substanz der Vasen. Zwei Gegensätze, die sich berühren, umspielen, durchdringen.
Obwohl die Muster oft geometrisch wirken, transportieren sie Stimmungen. Mal diffus, kaum greifbar, dann wieder strukturiert, fast geordnet – um sich schließlich doch wieder aufzulösen. Eine Reise durch alltägliche Befindlichkeiten, gesehen im Kontrast von Schwarz und Weiß und gleichzeitig eine Spiegelung unserer Zeit - diffus, verschwommen und ohne klare Richtung.