Glasur als Farbe, die Tonfläche als Bildträger. Du arbeitest an einer Schale wie an einem Bild. Mit Pinsel, mit Überlagerung, mit Linie und Fläche. Glasuren und Unterglasurstifte und Unterglasuren sind die Materialien, Majolika, Mishima und Wachsabdeckungen sind die Techniken.
Glasur muss nicht aufgetragen werden wie eine Beschichtung. Sie kann gezeichnet, geschichtet, gewischt, abgedeckt oder maskiert werden - alles Techniken, die du ausprobieren kannst. Du arbeitest auf einer rohen Schale, ca. 24 cm Durchmesser. Daneben hast du eine kleinere Testschale - ein Probefeld, an dem du die Techniken ausprobierst, bevor du auf der großen arbeitest.
Ich erkläre wie die Materialien reagieren, was sich nach dem Brand verändert, und welche Entscheidungen jetzt getroffen werden müssen, damit am Ende das entsteht, was du vor Augen hast. Danach arbeitest du. Ich bin da und unterstütze, wenn du Fragen hast.
Der Kurs richtet sich an zwei Gruppen, die sich gut ergänzen. An Menschen, die in einem anderen Medium gestalten - Illustration, Grafik, Malerei oder Druckgrafik - und eine Idee mitbringen, die sie in einem Medium wie Ton sehen. Und an Keramiker:innen, die mit Glasur wie mit Farbe arbeiten wollen. Die mal andere Techniken der Oberflächengestaltung ausprobieren möchten, bevor sie sich für eigene Glasuren entscheiden.
Was am Ende auf dem Tisch steht, kann ruhig und flächig sein, grafisch und präzise, oder malerisch gestisch.
Die Schale wird bei 1220 °C gebrannt und ist nach drei bis sechs Wochen abholbereit. Je nachdem welche Glasuren du verwendest ist sie als Deko oder für Lebensmittel geeignet.