Teamworkshop in Berlin:

Ein Tag, an dem Ihr Team lernt, Probleme zu sehen

Wo andere ein funktionierendes Objekt sehen, sehe ich, was daran nicht stimmt. Aus diesem Blick sind drei Produkte entstanden, die heute verkauft werden. An einem Studiotag in Prenzlauer Berg üben Sie ihn an einer Tasse — und nehmen ihn mit an Ihre eigenen Fragen.

4–9 Personen · 6–7 Stunden · ab 3.400 €

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Wann Teams das buchen

Ein Studiotag ist kein Rahmenprogramm. Teams kommen, wenn etwas konkret klemmt:

— Zu viele Optionen liegen auf dem Tisch und niemand entscheidet

— Zwei Abteilungen sollen zusammenwachsen und Papierübungen reichen nicht

— Design Thinking ist im Haus bekannt, bleibt aber Theorie

— Das Jahres-Offsite steht an und Kanufahren bringt das Team nicht weiter

— Ein Team hat verlernt, das Naheliegende zu hinterfragen

Was an dem Tag passiert

Sie arbeiten an einem alltäglichen Objekt - einer Tasse, einem Blumentopf, einem Wandhaken. Nicht, weil das Objekt wichtig wäre, sondern weil es klein genug ist, um den ganzen Weg an einem Tag zu gehen: Problem finden, eingrenzen, lösen, prüfen, verwerfen, noch einmal.

Ton macht diesen Weg unerbittlich. Papier, Karton und Lego öffnen Möglichkeiten und lassen offen. Gewicht, Balance und Wandstärke lassen sich nicht simulieren - sie müssen entschieden werden. Wo ein Team im Modellmaterial noch ausweichen kann, muss es im Ton Prioritäten setzen. Genau dort wird sichtbar, worüber vorher nur geredet wurde.

Es geht nicht um Keramik. Sie müssen nichts können und nichts mitbringen. Die Tasse ist der Übungsgegenstand, nicht das Ziel.

Der Tag

09:30 Nutzung verstehen

Wir sehen uns an, wie das Objekt tatsächlich benutzt wird - und wo überall improvisiert wird, ohne dass es jemandem auffällt.

11:00 Das Problem eingrenzen

Der Moment, in dem sichtbar wird, dass alle dasselbe Problem unterschiedlich verstanden haben.

12:30 Mittagspause
13:15 Varianten entwickeln

Mehrere Ansätze pro Person. Jeder legt andere Prioritäten offen - das ist der Punkt.

14:30 Aufbau in Ton

Hier fallen die Entscheidungen. Was Sie jetzt nicht festlegen, entscheidet das Material für Sie.

16:30 Test & Iteration

Was hält, was kippt, was funktioniert nur auf dem Papier.

17:15 Transfer

Warum eine Künstlerin und keine Agentur

Innovationsagenturen bringen Methoden mit. Die kennen Sie wahrscheinlich schon.

Was Sie nicht einkaufen können, ist ein anderer Blick auf das Selbstverständliche. Meine Arbeit besteht seit Jahren darin, Alltagsgegenstände so lange anzusehen, bis auffällt, was an ihnen nicht stimmt - und daraus etwas Funktionierendes zu bauen. Das ist eine künstlerische Fähigkeit, keine Managementmethode. Genau deshalb ist sie in Teams selten.

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Woher die Methode kommt

ROCKY M. entstand aus einer Alltagsfrustration: aufgeweichte Seife, nasses Waschbecken, unnötiger Abfall. Aus der Analyse der Nutzung ergaben sich Form und Material - nicht umgekehrt. Kundinnen schreiben heute Sätze wie: „Die erste Seifenschale, wo die Seife trocken bleibt."

CIDRA löst zwei Probleme mit einem Objekt: Zitruspresse und Ingwerreibe, ohne Strom, ohne zweites Gerät im Schrank.

QUADRIS kam aus der Frage, warum Wandhaken entweder halten oder gut aussehen.

Drei Produkte, dieselbe Methode, alle im Handel. Gefertigt werden sie unter anderem in den Christophorus-Werkstätten in Fürstenwalde, einer anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Wer den Tag leitet

Dr. Barbara Jenner. Künstlerin und Designerin in Berlin. Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, Promotion in Kunstgeschichte.

Ich führe zwei Marken: OBAstudios für funktionale Alltagsobjekte und Atelier von Ehren, mein Keramikstudio im Winsviertel. Dort unterrichte ich seit 2022 in kleinen Gruppen - Kurzformate von zwei Stunden bis zu mehrtägigen Intensivkursen, auf Deutsch oder Englisch, meist mit Menschen, die vorher nie mit Ton gearbeitet haben.

Als Fellow am Arts and Minds Lab der Humboldt-Universität zu Berlin habe ich untersucht, wie gestaltete Objekte auf Wahrnehmung und Wohlbefinden wirken.

Die Studiotage verbinden beides: den Blick, aus dem meine Produkte entstehen, und die Erfahrung, Gruppen durch einen Arbeitstag zu führen.

Was bleibt

Ein Objekt pro Person. Es kommt nicht am selben Tag - Keramik braucht zwei Brände. Drei bis sechs Wochen später steht auf jedem Schreibtisch ein Objekt aus diesem Tag. Genau dann, wenn ein normales Workshop-Protokoll längst im Archiv liegt.

Ein Transferdokument. Zwei bis drei Seiten mit dem, was Ihr Team an diesem Tag über sein eigenes Vorgehen herausgefunden hat - anwendbar auf Projekte, die nie aus Ton sind.

Eine gemeinsame Referenz. Teams greifen nach so einem Tag auf denselben Moment zurück, wenn sie über Prioritäten streiten.

Für WEN

Produkt-, Innovations- und Projektteams. Agenturen und Studios. Führungskreise, die eine komplexe Frage gemeinsam strukturieren müssen.

4 bis 9 Personen. Die Gruppengröße ist Teil der Methode, nicht eine Kapazitätsfrage - darunter fehlt die Reibung, darüber die Tiefe.

Der Tag findet in meinem Atelier im Winsviertel statt. Deutsch oder Englisch, je nach Gruppe.

Preise

Studio Day — 4.046 € inkl. MwSt.(3.400 € zzgl. 19 % USt.)

Bis 9 Personen, 6–7 Stunden. Inklusive Vorgespräch, Material, Brand, Glasur, Versand der Objekte und Transferdokument.

Studio Day Intensiv — 6.426 € inkl. MwSt.(5.400 € zzgl. 19 % USt.)

Zwei Tage, oder ein Tag mit anschließender Nachbereitungssession. Für Führungsteams und Fragestellungen, die mehr Zeit brauchen.

Jede weitere Person: 297,50 € inkl. MwSt. (250 € zzgl. USt.) Maximal 10.

Wenn Sie einen entspannten Töpfernachmittag suchen, sind Sie hier falsch - und ich meine das freundlich. Dafür gibt es meine offenen Keramikkurse oder gute Kolleginnen in Berlin.

Häufige Fragen

Ist das Teambuilding oder Arbeit?

Arbeit, die Spaß macht. Es wird konzentriert gearbeitet, nicht gebastelt. Teams gehen zufrieden nach Hause, aber der Zweck ist nicht Unterhaltung.

Müssen wir Erfahrung mit Ton haben?

Nein. Die meisten Teilnehmenden in meinem Atelier arbeiten zum ersten Mal mit Ton. Sie werden Schritt für Schritt angeleitet.

Wann bekommen wir die Objekte?

Drei bis sechs Wochen nach dem Tag. Sie werden gebrannt, glasiert, ein zweites Mal gebrannt und dann an eine Adresse Ihrer Wahl geschickt.

Können wir an einer eigenen Fragestellung arbeiten?

Ja, im Format Studio Day Intensiv. Beim Standardtag arbeiten alle an derselben Objektaufgabe - der Transfer auf Ihre Themen passiert im Abschlussgespräch.

Kommen Sie auch zu uns?

Nein. Der Tag findet im Atelier statt - Ofen, Werkzeug und Arbeitsflächen sind Teil des Formats.

Wie weit im Voraus sollten wir anfragen?

Vier bis acht Wochen. Für Offsite-Termine im Herbst empfehle ich den Sommer.