DUOTONE
Ab wann wird eine Wiederholung zum Muster?
Irgendwo zwischen einer Form und ihrer zehnten Verdopplung kippt etwas - das Auge springt von Einzelelementen zur Struktur. DUOTONE untersucht diese Schwelle. Und ihr Gegenteil: den Moment, in dem ein Muster wieder in seine Einzelteile zerfällt.
Der Gedanke kommt aus meinem Tapisseriestudium. Am Webstuhl steht das Muster fest, bevor der erste Faden liegt - ein Plan, kein Zufall. Und trotzdem genügt eine kaputte Litze, und das ganze Muster verschiebt sich.
Mich interessiert der Gedanke des Musters - Wiederholung, Erkennbarkeit, der Moment, in dem ein Muster zum Bild, zu einer abstrakten Komposition wird.
Die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß bleiben sichtbar als Entscheidungen. Die Oberfläche bleibt unglasiert: poröses Steinzeug gegen die Strenge des Musters. Das Muster wird nicht aufgetragen, sondern freigelegt.
Einfache Formen - jede Seite anders.
Eine fortlaufende Serie.
Berliner Salon, Bode Museum, 2025
Verfügbare Arbeiten